Die Jobcenter betrügen scheinbar systematisch…ein Erfahrungsbericht!

Jobcenter betrügen scheinbar systematisch!

Veröffentlicht am 6. Juli 2012

Nach meiner Auffassung betrügen die meisten Jobcenter Mitarbeiter scheinbar systematisch.

Das stellt den Verdacht nahe, dass es entsprechende Weisungen gibt. Die gibt es auch. Da steht dann zwar nicht, wie man den leistungsberechtigten um seine Leistungen bringt, sondern es werden schlicht Forderungen an die Geschäftsführung und Teamleitung gestellt, die sie bei rechtmäßiger Umsetzung der SGB-Gesetzgebung nicht erfüllen können.

Es gibt negative Prozentvorgaben zur Kostensenkung!
Das ergibt sich auch aus dem Budget der BA, welches seit 2005 mehr als halbiert wurde. damit wird jeder Sachbearbeiter selbst unter massiven psychischen Druck gestellt und der eigene (meist befristete) Arbeitsplatz als Druckmittel verwendet. Die müssen alle ständig Ihre Zahlen schaffen.

Das ist wie in einer Sekte!

Die größten Betrügereinen finden in der sog. Rechtsbehelfstelle statt, welche eigentlich nur die Aufschiebung der Leistungsgewährung bewirken soll und deshalb auch abzuschaffen ist. Erst bei Klageerhebung findet eine Überprüfung des Sachverhaltes statt und Leistungen werden ausgekehrt. Zusätzliche Leistungen wie VVB oder Mehrbedarf werden schon durch Verweigerung der Antragsformulare minimiert. Ca. 95% aller Widersprüche werden unter fadenscheinigen Begründungen von den dort sitzenden Rechtsverdrehern abgelehnt…das hat mit Sicherheit Methode!

Hauptsächliches Augenmerk wird auf die Negativen Einsparungen (Sanktionen) gelegt. Dabei wird besonders durch Zuhilfenahme von dritten ZAF-Trägern – pseudo-Arbeitgebern – eine Verletzung von Mitwirkungspflichten unterstellt, welches dann wieder über das Vorverfahren durchgesetzt wird. Leider bekleckern sich die SG-Richter und sonstige Profiteure des Systems ebenfalls nicht mit Ruhm und forcieren wissentlich Straftaten, in den meisten Fällen Betrug.

Die Einhaltung von Sozialdatenschutz ist generell ein rotes Tuch für die Jobcenter, denn wenn sie interne Weisungen zur Datenerhebung erhalten, warum sollten sie dann zusätzliche unnötige Sozialdaten nicht erheben. Das probate Mittel zum Zweck ist Angst.
Wer keine Leistungen zur Grundsicherung erhält, macht sich auch keine Sorgen um seine Sozialdaten. Viele Bürger verstehen ohnehin nicht den eigentlichen Zweck dieser ständigen zusätzlichen Datenerhebungen der JobCenter. Normale Arbeitnehmer fragen sich sogar, warum sich HartzIVer überhaupt um Ihre Daten scheren. Die sollen lieber arbeiten!

Und da sind wir beim eigentlichen Punkt der systematischen Spaltung der Gesellschaft in Leistungserbringer und Leistungsbezieher, welches durch die ständige mediale Diskriminierung und ausufernden Lohndumpinginstrumenten provoziert wird. Würden die JobCenter Vollzeitarbeit vermitteln, brächte es keine Sanktionen, Massnahmen, Ein-Euro Jobs, oder sonstigen SchnickSchnack. Der eigentliche Betrug liegt doch in der Zerstörung menschlicher Werte und der absichtlichen Kriminalisierung jedes arbeitsfähigen Menschen mit dem Grundrecht auf Vollzeitarbeit und dem Auskommen durch diese Erwerbstätigkeit.

Die Arbeitslosenzahlen der BA müssen, durch die öffentlich-rechtlichen Medien selbst monatlich korrigiert werden: Acht Millionen suchen Vollzeitarbeit.

Jobcenter Intern

Veröffentlicht am 6. Oktober 2012

Ich war jetzt zuletzt zweieinhalb Jahre in einem Jobcenter in Hamburg als Arbeitsvermittler tätig.

Jeder Vermittler hatte sich dort um circa 350 Personen zu kümmern, und dies sei noch wenig, wie man mir berichtete. Grundsätzlich geht es nur sekundär um diejenigen, denen dort geholfen werden soll. Das Führungspersonal steht unter großem Druck, gewünschte Zahlen zu produzieren; diesem Ziel wird dort radikal alles untergeordnet. Auf Dienstbesprechungen wurden immer wieder Vergleichszahlen und Rankings anderer Jobcenter präsentiert. Mit zum Teil aberwitzigen Aktionen seitens der Teamleitung wurde versucht, das Jobcenter im Ranking zu verbessern, wobei weder nach regionalen Besonderheiten noch sonst wie unterschieden wurde. Einmal hieß es: »Um das Budget für das nächste Jahr zu sichern, müssen in Hamburg in den kommenden zwei Wochen3000 Personen einer Arbeitsgelegenheit zugewiesen werden: Eine mündliche Dienstanweisung an alle Vermittler.« Oder: »Bei den Sanktionen sind wir im vorderen Drittel, weiter so!« Eines der wichtigsten geschäftspolitischen Ziele eines Jobcenters jedes Jahr ist die Senkung der passiven Leistung, da sind Sanktionen das einfachste Mittel.

Gesetzlich relevante Vorgaben und Formulare ändern sich am Fließband. Dies kam schon einer Beschäftigungstherapie gleich. Des Öfteren wurde zum Beispiel mitgeteilt: Bis auf weiteres keine Umschulungen mehr zu finanzieren und das doch bitte im Kontakt nicht damit zu begründen, dass kein Geld aus Berlin freigegeben wird, sondern es sollten nach Möglichkeit Dinge im Lebenslauf des Kunden gefunden werden, die zur Ablehnung führen. Dies alles ist politisch gewollt und wird auch so gesteuert.

Das Jobcenterpersonal setzte sich zum großen Teil aus Mitarbeitern völlig unterschiedlicher beruflicher Herkunft zusammen. Viele aus ehemaliger Krankenhausverwaltung, Telekom, die nach Privatisierung in die Jobcenter geschickt wurden, und Akademiker, die nichts anderes bekommen haben. Die wenigsten sind also irgendwie pädagogisch geschult und die wenigsten würden diese Tätigkeit tatsächlich ausüben, wenn sie die Wahl hätten.

Der größte Skandal besteht darin, dass es so weit kommen konnte.

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4 Gedanken zu “Die Jobcenter betrügen scheinbar systematisch…ein Erfahrungsbericht!

  1. Kleiner Leitfaden für Hartz-IV Opfer, die keine Maßnahme wollen !!!

    Gegen Arbeitssucht, also die erfolglose Suche nach Arbeit, gehen die Jobcenter immer härter vor. Die Mitarbeiter der Jobcenter packen die Erwerbslosen verstärkt in sinnlose Hartz-IV „Disziplinierungs“-Maßnahmen, wie sechs Monate in Vollzeit in einer Übungsfirma in Hamburg mit Waren aus Plastik und „Palim-Palim“-Kaufmannsladen spielen.

    Mit diesem Leitfaden erfahren Erwerblose, wie sie in nur fünf Schritten überhaupt gar keine Hartz-IV Maßnahmen mehr machen brauchen. Dabei ist es auch völlig egal, ob die Hartz-IV Opfer per Eingliederungsverwaltungsakt vom Jobcenter zwangsverpflichtet wurden oder ob sie aus reiner Unwissenheit durch Unterschrift auf einer Eingliederungsvereinbarung sich selber dazu verdonnert haben. Klappt bei jeder Art von Maßnahme. Weiter sagen, ausprobieren und den Frühling geniessen !!!

    Befreit von jeglichen Maßnahmen für immer (Hartz IV)
    https://aufgewachter.worDpress.com/2013/07/10/befreit-von-jeglichen-masnahmen-fur-immer-hartz-iv/

    Gefällt 1 Person

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