Sag nein zur NWO!

Mal ehrlich: Wussten Sie bisher, wer die Bilderberger sind?

Mal ganz ehrlich: Wussten Sie bisher, wer die Bilderberger sind? Ich ehrlich gesagt bis zu den Recherchen für den folgenden Artikel auch nicht! Und das hat mich dann doch nachdenklich gestimmt, als ich mir die Ergebnisse meiner Untersuchungen in Ruhe vergegenwärtigt habe. Denn dieser geheime Club der Elite lässt mich nicht nur ein wenig ratlos zurück, es bleibt auch ein unangenehmes Gefühl. Das rührt daher, dass man sich als Bürger dieses Landes schon seit längerer Zeit so seine Gedanken um die Zukunft der Demokratie und der Freiheit macht.

Wer sind die Bilderberger?

Rein formal eine Art Diskussionsclub, der einmal im Jahr tagt. Nach seinem ersten Tagungsort 1954, dem Hotel de Bilderberg in den Niederlanden, heißt diese jährliche Konferenz Bilderberg-Konferenz.
Aber schon da ergibt sich die erste Frage: Tagen die wirklich nur einmal im Jahr? Und was besprechen die? Und was hat das für Folgen? Und vor allem: Wer ist dabei? Alles Fragen, auf die ich auch nach meiner Recherche keine endgültigen Antworten habe. Denn Geheimniskrämerei ist das A und O der Bilderberger. Kein Wunder, dass Verschwörungstheoretiker seit eh und je hier ihr Paradies gefunden haben.

Das „Geheimtreffen der Mächtigen“ (1) sorgt aber nicht nur für Verschwörungstheorien von Esoterikern und Rechtspopulisten, sondern auch für ernsthafte Kritik durch viele demokratische Organisationen und Vereinigungen.

Die Mitglieder

Solche Besorgnisse versucht der aktuelle Vorsitzende Henri de Castries, im Hauptjob Chef des französischen Axa Versicherungskonzerns, möglichst zu zerstreuen. Moment mal, dachte ich da beim ersten Lesen – ausgerechnet ein Finanzmakler als Moderator einer überdemokratischen Elite-Organisation?

Fest steht, hinter den Bilderbergern steht keine offizielle Organisation und keine wie auch immer geartete demokratische Legitimation. Alle Teilnehmer der Treffen sind als Privatleute da – stammen allerdings ausnahmslos aus den gesellschaftlichen Eliten von Politik, Wirtschaft und Finanzen, Militär oder den Medien. Sie dürfen öffentlich über Inhalte reden, aber keine Personen dabei nennen. Die Liste der Teilnehmer wurde 2016 erstmals öffentlich gemacht. (2)
Trotz dieser marginalen Öffnung bleiben die Bilderberger ein Geheimclub, der – ähnlich etwa der Atlantik-Brücke – als ein Club der Elite wichtige gesellschaftliche Themen hinter verschlossenen Türen behandelt, also außerhalb öffentlicher Teilhabe und demokratischer Verfahren.

Die Themen

Dem Vernehmen nach ging es beispielsweise bei dem Treffen 2015 in Tirol um das Freihandelsabkommen TTIP (das von der Atlantik-Brücke vehement befürwortet wurde), um die Situation in der Ukraine und in Syrien. Da war die Gästeliste noch geheim, Ergebnisse wurden erst recht nicht mitgeteilt. Nur die Teilnehmer des Lenkungsausschusses waren schon damals bekannt: Neben Henri de Castries alles ebenfalls Mitglieder der Finanzoligarchie wie Banker von Goldmann Sachs oder Morgan Stanley, der ehemalige Deutsche Bank – Chef Josef Ackermann oder EADS-Chef Thomas Enders. (3)
Die Frage muss also erlaubt sein: Geht es hier wirklich um die effiziente Lösung drängender internationaler Probleme und um positive Zukunftsentwicklung für die ganze Menschheit? Dann wären die Ergebnisse etwa angesichts des bis heute anhaltenden Desasters in Syrien und rund um die internationale Flüchtlingskrise mehr als beschämend.
Möglicherweise haben also demokratische Kritiker Recht, die das Ganze eher als organsiertes Geheimtreffen der Oligarchen dieser Welt sehen, die ihre Pfründe und Vorteile auch für die Zukunft sichern wollen. Und da hilft es nicht, dass ein Joschka Fischer mal Taxifahrer war.

Auskungeln statt abstimmen

Hätte sich der linke Aktivist Fischer vorstellen können, einmal an einem solchen exklusiven Zirkel teilzunehmen? Wohl kaum. Er hätte das vermutlich mit Abscheu und Empörung zurückgewiesen. Macht entwickelt seine ganz eigene Dynamik, wenn man sie erst mal hat. Deshalb ist demokratische Kontrolle so wichtig – und genau die wird mit Treffen und Organisationen wie den Bilderbergern untergraben.

Oder glauben die Teilnehmer wirklich selbst daran, dass sie dort nur als Privatleute tagen, „vorgeblich ohne jede Bindung an ihre offiziellen Posten“. (4) Wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Angeblich werden auch keine Entscheidungen getroffen und Trumpf seien ohnehin verschiedene Sichtweisen auf interessante und wichtige Themen, wie ebenfalls zu hören ist. Wie sollen verschiedene Sichtweisen in einem abgeschotteten Elite-Zirkel entstehen?

Vielleicht ist die Bilderberg-Konferenz wirklich nur ein „Relikt aus einer anderen Zeit“. (5) Vielleicht ist diese Zeit des vordemokratischen Auskungelns in den Hinterzimmern der Macht ab auch nie vorbeigegangen, sondern im Gegenteil höchst aktuell – unter dem Deckmantel der parlamentarischen Demokratie.
Fazit: Es könnte gut sein, dass manche gleicher sind als andere. Wir brauchen aber weniger Elite-Zirkel von Oligarchen, dafür mehr lebendige und offene Demokratie.

http://www.watergate.tv/2017/03/03/bilderberger-welchen-einfluss-haben-sie-auf-unsere-deutsche-politik/

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