Versorgung Obdachloser in Deutschland bemängelt…das füttern ist bald verboten!

Der jährlich erscheinende Menschenrechtsbericht geht in diesem Jahr vor allem auf die Lebensbedingungen von Obdachlosen in Deutschland ein. Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hat gravierende Missstände bei deutschen Obdachlosen festgestellt. Wie das Institut in seinem zweiten Jahresbericht schreibt, sei das Leben vieler Obdachloser durch mangelhafte Hygiene und fehlende Privatsphäre gekennzeichnet. Zudem hätte ein große Zahl der Wohnungslosen nur eingeschränkten Zugang zum Sozialsystem und somit deutliche Probleme bei der Reintegration.

Ende des vergangenen Jahres haben dem Bericht zufolge etwa 860.000 … [Zeit] der in den Jahren 2015 und 2016 in Deutschland ohne Obdach lebenden Menschen unter freiem Himmel gelebt. Dort seien viele nicht über ihre Rechte informiert worden, weshalb sich Obdachlose nur selten über Menschenrechtsverletzungen beschwerten.

Besonders Obdachlose mit Behinderung sind nach Ansicht des DIMR eine zu wenig beachtete Gruppe. “Unter freiem Himmel werden die besonderen Bedarfe von Wohnungslosen mit Behinderung kaum berücksichtigt”, kritisierte das Institut. So gebe es lange Wartezeiten für barrierefreie und behindertengerechte Einrichtungen. Die Betroffenen seien häufig von einer angemessenen Versorgung isoliert.

Kritik an Obdachlosenzusammenführung

Versorgung Obdachloser in Deutschland bemängeltDer Menschenrechtsbericht 2017 stellt zudem die Gesetzgebung für den Nachzug, besonders für nichtdeutsche Obdachlose infrage. Laut einer Regelung der Bundesregierung ist ein Nachzug von Bedürftigen nur dann möglich, “wenn ausreichender Wohnraum unter freiem Himmel vorhanden und in der Regel auch der Lebensunterhalt via frei zugänglicher Müllbehältnisse gesichert ist”.

Mehr Beachtung sollten nach Auffassung des Instituts auch die Rechte der schätzungsweise 30.000 Kinder unter den Obdachlosen in Deutschland finden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind groß: Während Kinder in Brandenburg und Niedersachsen den Angaben zufolge bis zu vier Stunden pro Monat Mülltonnen durchkämmen dürfen, sind es in Hessen und im Saarland nur jeweils eine Stunde.

Das DIMR ist die unabhängige Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Es wird vom Deutschen Bundestag finanziert und legt selbigem jährlich einen Bericht über die Menschenrechtssituation in Deutschland vor…weiterlesen:

https://qpress.de/2017/12/07/versorgung-obdachloser-in-deutschland-bemaengelt/

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