EOS, Deutscher Inkassodienst, Greif Inkasso – Die Abzocker-Mafia ist wieder unterwegs mit Mahnbescheiden zu alten Telekom-Forderungen…!

Prüft das genaue Datum der Forderungen und ob ein Gerichtstitel vorhanden ist! Ist kein Titel vorhanden und die Forderung älter als 3 Jahre, könntet ihr theoretisch den Abzockern folgende Nachricht zukommen lassen:

Werte Abzockerfirma xy,

ohne Anerkennung einer Schuld mache ich hiermit die Einrede der Verjährung und/oder Verwirkung geltend. Nach Auskunft meines Anwalts unterliegen Ansprüche aus Telefonrechnungen der regelmäßigen kurzen Verjährung von 3 Jahren nach § 195 BGB. Gegen die betreffenden Mahnbescheide wird Widerspruch aus o. g. Gründen erhoben und aufrecht erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr mich auch

Ansprüche aus Telefonrechnungen unterliegen der regelmäßigen kurzen Verjährung von 3 Jahren nach § 195 BGB.

Nach der Rechtsprechung kann bei der kurzen Verjährung eine weitere Verkürzung der Verjährung durch Verwirkung nur noch unter ganz besonderen Ausnahmefällen angenommen werden. Grundsätzlich soll dem Gläubiger die volle Verjährungsfrist zur Verfügung stehen (BGH Urteil vom 20.7.2010 -EnZR 23/09-). Solche ganz besonderen Umstände werden bejaht, wenn ein Anspruch auf Unterhalt längere Zeit nicht geltend gemacht wurde und der vermeintlich Zahlungspflichtige sich hierauf eingerichtet hat.

Die Verjährungsfrist hat nach § 199 BGB mit Ablauf des Jahres zu laufen begonnen, in dem der Anspruch entstanden ist, also mit Ablauf des 31.12.**

Unterfall der unzulässigen Rechtsausübung

Die Verwirkung ist ein Unterfall der unzulässigen Rechtsausübung wegen widersprüchlichen Verhaltens (§ 242 BGB).
Ein Recht ist verwirkt, wenn der Berechtigte über einen längeren Zeitraum hinweg untätig geblieben ist und dadurch bei seiner Gegenpartei den Eindruck erweckt hat, sie brauche mit der Geltendmachung des Rechts und der Durchsetzung des Anspruchs nicht mehr zu rechnen, die Gegenseite sich deshalb darauf eingerichtet hat und ihr die verspätete Inanspruchnahme nicht zugemutet werden kann.

Verwirkung hat Umstands- und Zeitmoment
Ein Anspruch oder ein Gestaltungsrecht ist verwirkt, wenn seit der Möglichkeit der Geltendmachung längere Zeit vergangen ist und besondere Umstände hinzukommen, aufgrund derer der zur Leistung Verpflichtete nicht mehr mit der verspäteten Inanspruchnahme zu rechnen braucht. Die Verwirkung setzt also ein Umstands- und ein Zeitmoment voraus (BGH, Urteil v. 14.11.2002, VII ZR 23/02, NJW 2003 S. 824).

>>> Dies stellt freilich keine Rechtsberatung meinerseits dar, sondern nur die satirische Aufarbeitung des geistigen Dünnpfiffs unserer Rechtsverdrehergilde…! <<<

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